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  • Kalibrierskala mit Teilung 0,01 mm mit Messlänge 2 mm
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Kalibrierskala mit Teilung 0,01 mm mit Messlänge 2 mm

Artikelnummer: S-001-DAKKS
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Kalibrierskala mit Teilung 0,01 mm, Messlänge 2 mm mit oder ohne DAkkS Protokoll

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Kalibrierscheibe für Mikroskope – Referenzmaßstab zur Überprüfung und Rekalibration von Messmikroskopen

Zweck einer Kalibrierscheibe für Mikroskope:

Zur Überprüfung und Kalibrierung von Messmikroskopen wird eine sogenannte Kalibrierscheibe (Stage Micrometer) eingesetzt. Diese dient als präzise Referenzmaßverkörperung, mit deren Hilfe die Messgenauigkeit eines Mikroskops überprüft und bei Bedarf neu eingestellt werden kann.

Kalibrierscheiben werden insbesondere bei monokularen und binokularen Messmikroskopen sowie Videomikroskopen mit Messsoftware verwendet.

Im Gegensatz zu klassischen Messlupen kann bei diesen Mikroskopen kein direktes Kalibrierzertifikat für die integrierte Skala ausgestellt werden. Stattdessen erfolgt die metrologische Überprüfung über ein externes zertifiziertes Referenzobjekt.

Warum Mikroskope nicht direkt kalibriert werden können

Unterschied zwischen Messlupen und Messmikroskopen

Bei Messlupen mit integrierter Skala – beispielsweise Modell 1983 – handelt es sich um eine physische Maßverkörperung im Maßstab 1:1. Der Abstand zwischen zwei Skalenlinien beträgt beispielsweise:

  • 100 µm ± Fertigungstoleranz

Da diese Skalen eine reale Länge darstellen, können sie in einem Kalibrierlabor direkt vermessen werden. Die gemessenen Abweichungen werden anschließend in einem Kalibrierzertifikat oder DAkkS-Zertifikat mit Rückführung auf nationale Normale dokumentiert.

Besonderheit der Okularskala im Mikroskop

Bei Messmikroskopen ist die Situation grundsätzlich anders. Die Skala befindet sich hier im Okular des Mikroskops und ist Teil des optischen Systems. Diese sogenannte Okularskala stellt keine reale Längenmaßverkörperung im Maßstab 1:1 dar. Die effektive Länge einer Skalenunterteilung im Objekt ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel mehrerer optischer Parameter:

  • Brennweite und Vergrößerung des Objektivs
  • Abbildung des Zwischenbildes im Tubus
  • Position der Okularskala im Strahlengang
  • Gesamtvergrößerung des Mikroskopsystems

Die Teilung der Okularskala entspricht daher erst im Fokus des Mikroskops einer definierten realen Länge im Objektraum (z. B. 10 µm oder 20 µm). Die gemessene Länge ist somit eine Eigenschaft des gesamten optischen Systems und nicht ausschließlich der Skala selbst. Aus diesem Grund kann eine Okularskala nicht unabhängig vom Mikroskop als Längenmaßstab kalibriert oder zertifiziert werden. Eine Demontage der Skala zur separaten Vermessung ist zudem konstruktiv nicht vorgesehen und würde aufgrund der notwendigen Sauberkeitsanforderungen reinraumähnliche Bedingungen erfordern.

Kalibrierung von Mikroskopen mit einer zertifizierten Kalibrierscheibe

Zur metrologisch korrekten Überprüfung eines Mikroskops wird daher eine zertifizierte Kalibrierscheibe (Stage Micrometer) verwendet. Diese besteht aus einer hochpräzisen Referenzskala mit bekannten Linienabständen, beispielsweise:

Kalibrierskala S-1983-001 mit 10 µm Teilung

Die Skala wird in einem akkreditierten Kalibrierlabor vermessen und mit einem Kalibrierzertifikat – idealerweise mit DAkkS-Akkreditierung – geliefert. Dabei werden folgende Werte bestimmt:

  • tatsächlicher Linienabstand
  • Messabweichung
  • Messunsicherheit
  • Rückführung auf nationale Normale

Damit dient die Kalibrierscheibe als rückführbares Referenzprüfmittel zur Kalibrierung von Mikroskopen.

Anwendung der Kalibrierscheibe

Zur Überprüfung des Mikroskops wird die Kalibrierscheibe auf dem Objekttisch positioniert und unter dem Mikroskop fokussiert. Durch Vergleich zwischen:

  • der Skalenteilung des Mikroskops
  • und dem zertifizierten Linienabstand der Referenzskala

kann festgestellt werden, ob das Mikroskop innerhalb der zulässigen Messabweichung arbeitet. Bei Videomikroskopen oder digitalen Messsystemen wird in diesem Schritt zusätzlich die Messsoftware kalibriert, indem der bekannte Referenzabstand als Skalierungsfaktor im System hinterlegt wird.

Dokumentation der Mikroskop-Überprüfung

Die Überprüfung des Mikroskops wird üblicherweise in einem internen Kalibrierprotokoll oder Prüfschein dokumentiert.

Typische Inhalte eines solchen Kalibrierscheins sind:

  • Bezeichnung und Typ des geprüften Mikroskops (z. B. PEAK Mikroskop Typ 2034-100)
  • Messpunkte und geprüfte Skalenabstände
  • ermittelte Messabweichungen
  • Seriennummer des Referenzprüfmittels (Kalibrierscheibe)
  • Seriennummer des geprüften Mikroskops
  • Name des Prüfers
  • Datum der Überprüfung
  • Umgebungsbedingungen (Temperatur und Luftfeuchte)
  • Verweis auf das Kalibrierzertifikat des Referenzprüfmittels
  • Termin der nächsten Rekalibration

Ein Muster eines solchen Kalibrierscheins finden Sie unter dem untenstehenden Link.

Kalibrierscheiben für Mikroskope – verfügbare Modelle

Wenn Sie eine Kalibrierscheibe zur Überprüfung oder Kalibrierung Ihres Mikroskops bestellen möchten, können wir Ihnen zwei verschiedene Modelle anbieten:

  • S-001-S (ohne DAkkS Protokoll)
  • S-001-S-DAkkS (mit DAkkS Protokoll)

Muster - Sample_S-1983-DAkkS