Ihr Warenkorb ist momentan leer
Kalibrierskala mit Teilung 0,01 mm, Messlänge 2 mm mit oder ohne DAkkS Protokoll
Kalibrierscheibe für Mikroskope – Referenzmaßstab zur Überprüfung und Rekalibration von Messmikroskopen
Zweck einer Kalibrierscheibe für Mikroskope:
Zur Überprüfung und Kalibrierung von Messmikroskopen wird eine sogenannte Kalibrierscheibe (Stage Micrometer) eingesetzt. Diese dient als präzise Referenzmaßverkörperung, mit deren Hilfe die Messgenauigkeit eines Mikroskops überprüft und bei Bedarf neu eingestellt werden kann.
Kalibrierscheiben werden insbesondere bei monokularen und binokularen Messmikroskopen sowie Videomikroskopen mit Messsoftware verwendet.
Im Gegensatz zu klassischen Messlupen kann bei diesen Mikroskopen kein direktes Kalibrierzertifikat für die integrierte Skala ausgestellt werden. Stattdessen erfolgt die metrologische Überprüfung über ein externes zertifiziertes Referenzobjekt.
Warum Mikroskope nicht direkt kalibriert werden können
Unterschied zwischen Messlupen und Messmikroskopen
Bei Messlupen mit integrierter Skala – beispielsweise Modell 1983 – handelt es sich um eine physische Maßverkörperung im Maßstab 1:1. Der Abstand zwischen zwei Skalenlinien beträgt beispielsweise:
Da diese Skalen eine reale Länge darstellen, können sie in einem Kalibrierlabor direkt vermessen werden. Die gemessenen Abweichungen werden anschließend in einem Kalibrierzertifikat oder DAkkS-Zertifikat mit Rückführung auf nationale Normale dokumentiert.
Besonderheit der Okularskala im Mikroskop
Bei Messmikroskopen ist die Situation grundsätzlich anders. Die Skala befindet sich hier im Okular des Mikroskops und ist Teil des optischen Systems. Diese sogenannte Okularskala stellt keine reale Längenmaßverkörperung im Maßstab 1:1 dar. Die effektive Länge einer Skalenunterteilung im Objekt ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel mehrerer optischer Parameter:
Die Teilung der Okularskala entspricht daher erst im Fokus des Mikroskops einer definierten realen Länge im Objektraum (z. B. 10 µm oder 20 µm). Die gemessene Länge ist somit eine Eigenschaft des gesamten optischen Systems und nicht ausschließlich der Skala selbst. Aus diesem Grund kann eine Okularskala nicht unabhängig vom Mikroskop als Längenmaßstab kalibriert oder zertifiziert werden. Eine Demontage der Skala zur separaten Vermessung ist zudem konstruktiv nicht vorgesehen und würde aufgrund der notwendigen Sauberkeitsanforderungen reinraumähnliche Bedingungen erfordern.
Kalibrierung von Mikroskopen mit einer zertifizierten Kalibrierscheibe
Zur metrologisch korrekten Überprüfung eines Mikroskops wird daher eine zertifizierte Kalibrierscheibe (Stage Micrometer) verwendet. Diese besteht aus einer hochpräzisen Referenzskala mit bekannten Linienabständen, beispielsweise:
Kalibrierskala S-1983-001 mit 10 µm Teilung
Die Skala wird in einem akkreditierten Kalibrierlabor vermessen und mit einem Kalibrierzertifikat – idealerweise mit DAkkS-Akkreditierung – geliefert. Dabei werden folgende Werte bestimmt:
Damit dient die Kalibrierscheibe als rückführbares Referenzprüfmittel zur Kalibrierung von Mikroskopen.
Anwendung der Kalibrierscheibe
Zur Überprüfung des Mikroskops wird die Kalibrierscheibe auf dem Objekttisch positioniert und unter dem Mikroskop fokussiert. Durch Vergleich zwischen:
kann festgestellt werden, ob das Mikroskop innerhalb der zulässigen Messabweichung arbeitet. Bei Videomikroskopen oder digitalen Messsystemen wird in diesem Schritt zusätzlich die Messsoftware kalibriert, indem der bekannte Referenzabstand als Skalierungsfaktor im System hinterlegt wird.
Dokumentation der Mikroskop-Überprüfung
Die Überprüfung des Mikroskops wird üblicherweise in einem internen Kalibrierprotokoll oder Prüfschein dokumentiert.
Typische Inhalte eines solchen Kalibrierscheins sind:
Ein Muster eines solchen Kalibrierscheins finden Sie unter dem untenstehenden Link.
Kalibrierscheiben für Mikroskope – verfügbare Modelle
Wenn Sie eine Kalibrierscheibe zur Überprüfung oder Kalibrierung Ihres Mikroskops bestellen möchten, können wir Ihnen zwei verschiedene Modelle anbieten: